Fischartenvielfalt

Die Big Five der Fleischtheke sind aktuell noch Rind, Huhn, Pute, Schwein und Schaf und gerade unter Deutschen eine beliebte Quelle tierischer Proteine. Aber auch der Fisch erobert sich allmählich seinen regelmäßigen Platz im Speiseplan der deutschen Privatküchen. Und das zurecht, denn Fisch ist ein sehr vielfältiges Lebensmittel.

 

Fischarten weltweit

Über die Hälfte aller Wirbeltiere der Welt sind Fische. Seitdem sie vor über 500 Millionen Jahren entstanden sind, haben Fische fast jeden aquatischen Lebensraum besiedelt und dabei eine umwerfende Vielfalt an Körperformen, Verhaltensweisen und speziellen Adaptionen entwickelt. Über 32.000 Spezies in 536 Familien sind heute bekannt und die Zahl wächst ständig weiter. Besonders viele Arten werden neu beschrieben in Südostasien, dem Amazonas- und Paranabecken, in Südamerika sowie an den Korallenriffen der Karibik und des indischen Ozeanes.

43% aller Fische sind Süßwasser-Arten, was bemerkenswert ist da der Anteil vom Süßwasser am Wasserhaushalt der Erde unter 4% beträgt. Es gibt daneben 225 diadrome Arten, die also einen Teil Ihres Lebens im Süßwasser und einen Teil im Meer verbringen. Darunter befinden sich auch kommerziell wichtige Vertreter wie Lachse und Aale. Während einige Fischarten wie zum Beispiel der Teufelskärpfling lediglich an einer einzelnen Quelle zu finden sind, gibt es 130 marine Arten, deren Lebensraum die tropischen oder subtropischen Meere des ganzen Globus sind. Nur ein Bruchteil aller Fischarten, nämlich 1591 Stück, werden im FAO Report über den Stand der Fischerei und Aquakultur als kommerziell befischt angeführt, das entspricht 4,9%. Hierunter sind es lediglich 25 Arten (vor allem Vertreter der Dorsch- Thunfisch- oder Heringsartigen), die fast die Hälfte des weltweiten Fangs ausmachen.

 

Geschmacksvielfalt und Zubereitungsarten von Fisch

Unter den kommerziell bekannten Fischarten gibt es eine überwältige Vielfalt an Aromen von würzig-kräftig bis fein, diverse Texturen und Farben des Fleisches vom üblichen Weiß über das charakteristische Lachsrosé bis zum dunkelroten Fleisch der Thunfische und verschiedene Ausprägungen im Nährwert vom fetthaltigen Hering zu den mageren Dorschartigen.

Es hat sich deswegen auch eine große Anzahl an Zubereitungsformen entwickelt inklusive:

  • Räuchern
  • Einlegen
  • Braten
  • Frittieren
  • Dämpfen
  • Salzen
  • Trocknen
  • Fermentieren.

Auch roh als Sushi oder Ceviche wird Fisch immer häufiger verzehrt.

 

Aquakultur als nachhaltige Alternative zur Fischversorgung

Dass einige Fischarten dabei beliebter sind als andere, führt zu Nachhaltigkeitsproblemen. So sind zum Beispiel einige Thunfisch- und Aalarten vom Aussterben bedroht, weil sie in großem Umfang befischt und gegessen werden. Gerade für solche Fische macht Aquakultur Sinn. Laut der FAO werden mindestens 369 Fischarten in Aquakultur produziert. Dabei umfasst diese Zahl allerdings auch die Zucht von allen aquatischen Organismen also auch Muscheln, Algen, Krebstiere, Amphibien und Reptilien. Der Schluss der Reproduktion ist neben der Fütterung junger Fische oft eine der größten Hürden der Aquakultur. Denn nicht alle aquatischen Arten werden künstlich vermehrt, sondern zum Teil als Jungtiere gefangen. Für einige stark nachgefragte Fischarten war daher die Entwicklung einer Methode zur künstlichen Fortpflanzung lange gewissermaßen ein Heiliger Gral. Dabei hat Jacobi bereits 1776 die künstliche Befruchtung der Lachsartigen entwickelt und damit der modernen Aquakultur den Weg geebnet. Heutzutage können beispielweise der japanische Aal und der pazifische Blauflossenthun nach langer Forschungsarbeit künstlich vermehrt werden.

Es ist zu erwarten, dass die Anzahl der Arten, die in Aquakultur gezüchtet werden, sowie die Produktionsmengen weiter ansteigen. Im Falle nachhaltiger Aquakultur ist dies sowohl eine Entlastung für die wilden Fischbestände als auch generell für unsere Umwelt. Mit unserem Konzept des SEAWATER Cubes können sogar Fischarten, die eigentlich in den Ozeanen anderer Kontinente heimisch sind, von nun an im Inland gezüchtet werden. Dadurch wird die Vielfalt des Meeres auch ohne lange Transportwege für den Verbraucher greifbar. Auch für neugierige Gourmets, die sich nicht mit dem üblichen Angebot aus der Fleischtheke begnügen wollen, ist unser hochwertiger, regional produzierter Meeresfisch ein tolles Geschmackserlebnis.

REFERENZEN:

– Wie viele Arten braucht der Mensch?: eine Spurensuche, Mitwirkende Personen: Michaela Arndorfer; Band 22 von Grüne Reihe des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

– Helfman, G., et al. (2009). The Diversity of Fishes: Biology, Evolution, and Ecology.

– S. Nelson, J., et al. (2016). Fishes of the World, Fifth Edition.

– FAO. 2018. The State of World Fisheries and Aquaculture 2018 – Meeting the sustainable development goals. Rome.

 

BILDQUELLE: Freepik.com

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